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Deutsche U-Boote

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1  Museums-U-Boote
2  U 505
3  U 534
4  U 995
5  U 2540

1  Museums-U-Boote

Es gibt vier deutsche Flotten-U-Boote des Zweiten Weltkriegs, die der Öffentlichkeit als Museen zugänglich sind. Auf Google Maps habe ich eine Karte mit den ausgestellten und hier beschriebenen U-Booten zusammengestellt. Bisher habe ich hiervon drei besucht, U 505, U 995 und U 2540. Fotos dieser Besuche sind im Fotoalbum Deutsche U-Boote zusammengestellt.

Zusätzlich zu diesen vier großen U-Booten gibt es außerdem noch einige verbleibende Exemplare von Kleinst-U-Booten, die in einigen Museen ausgestellt sind.

Eine der besten Quellen für Informationen zu den U-Booten in diesem Artikel sowie zu allen anderen U-Booten und deren Besatzungen ist UBoat.net, eine von Guðmundur Helgason in Island betriebene Seite. In der Liste der Verweise zu jedem dieser vier U-Boote ist ein Link zur entsprechenden Detailseite bei UBoat.net zur Verfügung gestellt.

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2  U 505

U 505 im Museum of Science and Industry in Chicago, Illinois, USA.
U 505 im Museum of Science and Industry in Chicago, Illinois, USA.

U 505, ein Typ IX C, ist im Museum für Forschung und Industrie (Museum of Science and Industry) in Chicago, im US-Bundesstaat Illinois, ausgestellt. Die Adresse des Museums ist East 57th Street and Lake Shore Drive, Chicago, IL 60637. Die Telefonnummer ist (773) 684-1414.

U 505 wurde am 26. August 1941 in Dienst gestellt und war nach der Ausbildung ab Februar 1942 Teil der Zweiten Unterseebootsflottille in Lorient. Unter Wasserbombenbeschuß am 24. Oktober 1943 beging Kapitänleutnant Peter Zschech Selbstmord und das Boot wurde vom Ersten Wachoffizier Oberleutnant Paul Meyer übernommen und zurück nach Lorient gebracht. Am 18. November übernahm Oberleutnant Harald Lange das Kommando.

Bei der Rückkehr von der letzten Feindfahrt vor der westafrikanischen Küste wurde das U-Boot am 4. Juni 1944 von einem Verband um den Flugzeugträger USS Guadalcanal (CVE-60) geortet und schwer beschädigt. Kommandant Lange befahl U 505 zu verlassen und zu versenken, doch sowohl er als auch der Erste Wachoffizier wurden bei dem Angriff verletzt und konnten so nicht die Selbstversenkung überwachen. Der Funker von U 505 wurde durch Beschuss getötet, doch der Rest der Mannschaft konnte gerettet und gefangen genommen werden. Daniel Gallery, der Kapitän des US-Verbandes, schickte ein Enterkommando zum U-Boot, das die Versenkung erfolgreich verhindern konnte. Das Boot wurde anschließend nach Bermuda geschleppt.

Dort wurde das U-Boot in USS Nemo umbenannt und schon fast als Übungsziel abgeschrieben. John Gallery, der Bruder des inzwischen zum Admiral beförderten Daniel Gallery setzte sich dafür ein, das Boot in einem Museum auszustellen. Seit 1954 und nach aufwändiger Reparatur mit der Hilfe vieler der Originalhersteller, steht U 505 nun im Museum für Forschung und Industrie in Chicago. Es wurde 2005 komplett renoviert und ist seitdem in einem eigens gebauten Gebäudeteil sowohl von Außen und Innen zu besichtigen.

Bilder von U 505 von meinem Besuch am 11. März 2014 habe ich in einem Fotoalbum zusammengestellt.

Weitere Informationen zu U 505:

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3  U 534

U 534, Bautyp IX C/40, ist in Birkenhead, Merseyside, England ausgestellt. Die Adresse des U-Boots ist Woodside Ferry Terminal, Mersey Ferries, Birkenhead, CH41 6DU. Die Telefonnummer ist 0151 330 1000.

Kapitänleutnant Herbert Nollau, ehemaliger Wachoffizier auf U 505, war für die gesamte Zeit Kommandant von U 534, das im Dezember 1942 in Dienst gestellt wurde. Auf drei Feindfahrten wurden zwar keine Schiffe versenkt aber zwei Flugzeuge abgeschossen. Flugzeuge wurden U 534 dann allerdings zum Verhängnis. Nur wenige Tage vor der Kapitulation Deutschlands wurde U 534 am 5. Mai 1945 von zwei britischen Bombern im Kattegat angegriffen. Die Besatzung konnte das sinkende Boot noch verlassen, doch drei von ihnen kamen im Wasser ums Leben.

1993, nach Gerüchten, daß das U-Boot Gold geladen haben könnte, wurde U 534 gehoben. Gold wurde nicht gefunden und das U-Boot wurde nach Birkenhead in der Nähe von Liverpool gebracht. Dort wurde es im Jahr 2007 in fünf Teile zerschnitten, um den Transport in ein neues Museum zu erleichtern, wo es nun seit Februar 2009 der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Weitere Informationen zu U 534:

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4  U 995

U 995, Typ VII C/41, ist am Marine-Ehrenmal Laboe bei Kiel in Schleswig-Holstein, Deutschland ausgestellt. Die Adresse ist Strandstraße 92, 24235 Laboe. Die Telefonnummer ist 04343/427012.

Der Eintrittspreis für das Marine-Ehrenmal zusammen mit U 995 liegt bei 9,50 Euro, für U 995 alleine bei 4,50 Euro (Stand: November 2015). Die Eintrittsmarken bekommt man gleich gegenüber des U-Boots. Im Inneren des Marine-Ehrenmals gibt es einen Fahrstuhl, mit dem man zur Aussichtsplattform gebracht wird. Von der Aussichtsplattform hat man eine sehr gute Übersicht der Kieler Bucht und auch auf U 995, das direkt am Strand unter dem Ehrenmal liegt. Die aktuellen Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind auf der Seite des Deutschen Marinebundes zu finden.

U 995 in Laboe bei Kiel.
U 995 in Laboe bei Kiel.

Der U-Boot Typ VII war die während des Zweiten Weltkriegs am weitestesten verbreitete Baureihe. Insgesamt wurden 709 U-Boote der Klasse VII fertiggestellt und davon waren 91 von der Unterklasse VII C/41. U 995 wurde bei der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaut, am 16. September 1943 von Kapitänleutnant Walter Köhntopp in Dienst gestellt und nach der Ausbildung der 13. U-Boot-Flottille in Trondheim zugeteilt. Am 10. Oktober 1944 übernahm Oberleutnant Hans-Georg Hess das Boot. Vor Ende des Krieges wurde das Boot der 14. U-Boot-Flottille in Narvik zugeteilt, ging aber für den Einbau eines Schnorchels nach Trondheim, wo es von den Allierten am Ende des Krieges übernommen wurde.

Das Boot wurde 1946 als Kriegsbeute von der Norwegischen Marine übernommen. Es war dort bis 1965 unter dem Namen KNM Kaura im Einsatz und wurde dann für den symbolischen Preis von einer DM nach Deutschland verkauft und ist seit 1971 als Museumsschiff in Laboe. U 995 ist heute das einzig verbleibende Boot des Typs VII.

Bilder von U 995 von meinem Besuch am 7. April 2010 habe ich im Fotoalbum zusammengestellt.

Weitere Informationen zu U 995:

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5  U 2540

U 2540, ein Typ XXI, ist im Alten Hafen in Bremerhaven, Deutschland, ausgestellt. Die Adresse ist Hans-Scharoun-Platz 1, 27568 Bremerhaven. Telefonisch zu erreichen ist das Technikmuseum Wilhelm Bauer unter 0471/482070.

Der Typ XXI gehört zu der Gruppe der sogenannten Elektroboote. Obwohl sie wie die früheren Baureihen Dieselmotoren sowie Elektromotoren haben, ist die Reichweite und vor allem Geschwindigkeit unter Wasser sehr viel höher als die der älteren Typen. Mithilfe des serienmäßigen Schnorchels konnten Boote des Typs XXI die gesamte Feindfahrt getaucht sein und sich dank der hohen Unterwassergeschwindigkeit von etwa 17 Knoten sogar getaucht in Position für den Angriff auf Konvois oder Einzelschiffe bringen.

U 2540 in Bremerhaven.
U 2540 in Bremerhaven.

Mehr als 100 Typ XXI-Boote wurden fertiggestellt, doch nur zwei, U 2511 und U 3008, sind vor Ende des Krieges noch zum Fronteinsatz gekommen. Nach heute immer noch umstrittenen Angaben näherte sich Korvettenkapitän Adalbert Schnee mit U 2511 nach Erhalt des Waffenstillstandsbefehls dem Royal Navy Kreuzer HMS Norfolk bis auf 500 Meter für einen simulierten Angriff, tauchte unentdeckt ab und kehrte nach Bergen zurück. Dies war, falls es wirklich so geschehen ist, der größte Erfolg eines Boots des Typs XXI.

Nach dem Krieg gingen einige der Typ XXI als Kriegsbeute an die Allierten. U 2513 und U 3008 gingen in die USA und wurden in der United States Navy als USS U-2513 und USS U-3008 wieder in Dienst gestellt. U 3017 wurde bei der Britischen Royal Navy als HMS N41 und U 2518 bei der Französischen Marine als Roland Morillot weitergenutzt. Der Sowjetunion wurden mit U 3515, U 2529, U 3035 und U 3041 insgesamt vier Boote dieser Baureihe zugesprochen, die in der Sowjetmarine als B-27, B-28, B-29 und B-30 in Dienst gestellt wurden. Drei weitere Boote, U 2505, U 3004 und U 3506 wurden 1985 im zerstörten Bunker Elbe II in Hamburg entdeckt, der zwischenzeitlich zugeschüttet wurde.

U 2540, das einzig verbleibende Exemplar dieses Typs, wurde in Hamburg von Blohm & Voss gebaut und am 24. Februar 1945 mit Oberleutnant Rudolf Schultze in Dienst gestellt. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs war U 2540 noch in der Ausbildung in der Ostsee und wurde am 4. Mai 1945 von der Besatzung selbst versenkt.

1957 wurde das Boot gehoben und nach Instandsetzung in den Kieler Howaldtswerken am 1. September 1960 bei der Bundesmarine als Erprobungsboot Wilhelm Bauer wieder in Dienst gestellt. Außer Dienst genommen wurde die Wilhelm Bauer am 15. März 1982 und 1983 dann an das Deutsche Schifffahrtsmuseum verkauft. Dort wurde sie von der Seebeckwerft teilweise in den ursprünglichen Zustand als U 2540 wiederhergestellt und ist seit dem 27. April 1984 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich. Der Eintritt für das U-Boot kostet 3,50 Euro (Stand: November 2015). Bezahlt wird direkt im U-Boot. Bitte beachten sie die aktuellen Öffnungszeiten, die auf der offiziellen Seite des Museums zu finden sind.

Meine Bilder von U 2540 vom 15. April 2010 habe ich im Fotoalbum zusammengestellt.

Weitere Informationen zu U 2540:

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